Wenn man das Wort „Bio“ hört, denkt man meistens an Nahrung. Schließlich gibt es eine große Anzahl von Bio-Lebensmitteln in den Supermärkten. Unter Bio versteht man den Anbau ohne jeglichen Düngermitteln oder Pestiziden. Aber was ist organische Baumwolle? Und welche Hemden entstehen daraus?

Bio Baumwolle Zertifizierung


Der Bio-Weg
Wie die organische Nahrung auch, wird die organische Baumwolle ohne Einsatz von Pestiziden oder künstlichen Düngemitteln angebaut. Die Pflanze selbst wird nicht gentechnisch geändert. Das Ziel dieser Industrie ist es, somit die Artenvielfalt und die natürlichen biologischen Zyklen zu fördern und zu verbessern. Sie ist auch darauf bestrebt, Produkte von hochwertiger Qualität zu produzieren. Der Baumwollanbau in den USA zeichnet sich durch eine Reihe von Anforderungen aus dem National Organic Program oder auch NOP, welche erfüllt werden müssen, aus. Sollte eine Plantage diesen Vorschriften nicht entsprechen, dann kann sich diese nicht als „Bio“ positionieren. Die Regelungen beinhalten sowohl jegliche Verfahren gegen die Schädlingsbekämpfung und die Handhabung von Kulturpflanzen als auch den Mangel an Düngemitteln und Pestiziden. Derzeit gibt es rund 24 Ländern auf der ganzen Welt welche mit einer zunehmenden Wachstumsrate Bio-Baumwolle produzieren. Dieses Produkt hat in den letzten Jahren immer mehr an Popularität gewonnen. Im Jahre 2007 waren Türkei, Indien und China die Top 3 Erzeuger organischer Baumwolle.

Baumwollpflanze 

Warum Bio?
Obwohl Baumwolle nur auf 2,5% der weltweit verfügbaren landwirtschaftlichen Nutzfläche angebaut wird, werden etwa 16% aller Pestizide auf Baumwolläckern in Anspruch genommen. Die Baumwollpflanze ist sehr anfällig für Schädlinge, daher wird ein hohes Maß an Agrochemikalien, Herbizide und Entlaubungsmittel verwendet. Diese Chemikalien können manchmal auf der Baumwolle bleiben und die Haut reizen. Auch andere Chemikalien, welche die Luft und das Wasser um die Pflanzen herumverschmutzen, werden in der Bearbeitung von Baumwolle herangezogen. Schließlich bedeutet der Einsatz von Pestiziden auch das Vernichten anderer Pflanzen und eine Abnahme der natürlichen Artenvielfalt. Die Bio-Baumwolle rühmt sich damit, gesünder und nachhaltiger, sowohl für Mensch als auch für Umwelt, zu sein. Ihre Anbaumethoden schützen sowohl die Oberfläche als auch das Grundwasser, da es keine Verunreinigungen gibt. Die Insektenpopulation wird durch den Anbau von Pflanzen verringert, nicht durch Chemikalien. Dies bedeutet auch, dass die biologische Vielfalt auf ihrem ursprünglichen Niveau erhalten bleibt. Schließlich, es werden keine toxischen Chemikalien in der Verarbeitung von Baumwolle eingesetzt.

Baumwolle

Photo via

Anwendungen von Bio-Baumwolle
Genau wie bei der Nicht-Bio-Baumwolle, die Fasern die aus dem konventionellen Baumwollanbau erzeugt werden können in einer ganzen Reihe von Produkten verwendet werden. Diese können zu den gleichen Webarten wie Nicht-Bio Baumwolle gewoben werden, wie beispielweise Twill und Denim. Dies bedeutet, dass die Bio-Baumwolle in der Produktion von sowohl Freizeit- als auch von qualitativen Business-Hemden verwendet werden kann. Die Bio-Baumwolle wird sowohl in der Herren-, als auch in der Damen- und Kindermode verwendet. Jeder der schon einmal eine allergische Reaktion auf Baumwollkleidung erlebt hat wird vermutlich besonders daran interessiert sein, diese Bio Kleidung auszuprobieren. Die Bio-Baumwolle erfreut sich großer Popularität und ist in ihrer Verwendung diversifiziert. Bio-Baumwolle wird nicht nur in Kleidung, sondern bedeutend mehr in Heimtextilien wie Handtücher und Bettwäsche verwendet. Die Bio-Baumwolle hat auch ihren Weg in Windeln und Kinderaccessoires gefunden. Die Baumwollsaat und das aus der Pflanze gewonnene Öl werden zur Herstellung von Lebensmitteln und Tierfutter verwendet.
Die Vorteile von Bio Baumwolle sind somit deutlich zu sehen. Würden Sie jetzt organische Kleidung kaufen?